ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Die Ausstellung „Konstruktion / Dekonstruktion” ist eine malerische Erzählung über einen Prozess – nicht nur einen kreativen, sondern vor allem einen existenziellen. Oskar Lubos reflektiert darin den inneren Kampf des Menschen mit sich selbst: mit der Notwendigkeit, das Bekannte und Vertraute aufzugeben, zu zerstören oder in Frage zu stellen, damit etwas Neues entstehen kann.
Der Künstler behandelt das Bild als ein lebendiges Wesen, das einem ständigen Wandel unterworfen ist. Die Konstruktion des Werks erfolgt hier durch seine innere Dekonstruktion – aufeinanderfolgende Schichten werden aufgebaut, zerstört, verdeckt und wiederhergestellt. Das Frühere verschwindet nicht vollständig: Es bleibt als Spur eines Gedankens, als Aufzeichnung einer Entscheidung, als Fundament für eine neue Idee erhalten. In dieser Spannung zwischen Bewahrung und Verneinung entsteht der Sinn der malerischen Suche.
Der kreative Prozess basiert auf dem Prinzip „etwas für etwas” – durch Zerstörung kommt es zur Reparatur, und die scheinbar destruktive Vergänglichkeit wird in ein konstruktives Element verwandelt. Der Künstler kehrt konsequent ihre negative Bedeutung um und macht sie zum ideellen Gerüst des Bildes. Materie, Licht, Farbe und Form werden zu gleichberechtigten Teilnehmern dieses Kampfes, und die Problematik selbst wird zum Baustein des Werks.
Die Inspiration für die präsentierten Arbeiten sind eigene Objekte – eine Art Stillleben mit strukturellen Merkmalen, die dem Inhalt der Bilder entsprechen. Die während des Studiums entstandenen Installationen aus Pappe, Schnüren, Holz und Leinwand werden nicht direkt verarbeitet, sondern aufmerksam beobachtet. Der Künstler interessiert sich für ihre Rhythmen, die Struktur der Materie und die Art und Weise, wie das Licht auf den Oberflächen gebrochen wird und die verborgene Dynamik der Form offenbart.
„Konstruktion / Dekonstruktion” ist eine Ausstellung über das ständige Werden – über ein Bild, das niemals fertig ist, weil es sich ständig reformiert, wiedergeboren wird und neu lebt. Es ist eine Einladung, den Prozess aufmerksam zu betrachten, in dem die Zerstörung sich als Anfang und nicht als Ende erweist.
ÜBER DEN AUTOR

Oskar Lubos – geboren 1996 in Tarnowskie Góry. Absolvent des Studiengangs Malerei an der Jan-Długosz-Universität in Częstochowa. Seit 2020 arbeitet er mit der Galerie Pod-Nad in Tarnowskie Góry zusammen und seit 2022 leitet er gemeinsam die Schule für Zeichnen und Malerei der Galerie Pod-Nad.
Seit 2025 ist er Assistent für Zeichnen im Fachbereich Malerei an der Jan-Długosz-Universität in Częstochowa. Teilnehmer zahlreicher Malworkshops, u. a. in Koszęcin, die in Zusammenarbeit mit dem Gesangs- und Tanzensemble „Śląsk” durchgeführt werden. Er nahm an Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland teil, darunter: 10th International Artist Residence – Art of Nature 2023 (Nova Gorica), „Obraz, którego nie ma” (Accademia di Belle Arti, Urbino, 2024), Art Surprise 6 (Urbino, 2025).
EHRENPATRONAT

STAROSTA POWIATU TARNOGÓRSKIEGO
ADAM CHMIEL

WÓJT GMINY ŚWIERKLANIEC
GRZEGORZ ZADĘCKI

BURMISTRZ MIASTA TARNOWSKIE GÓRY
ARKADIUSZ CZECH
MEDIENPARTNERSCHAFT


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